Urban

Diplomacy

Exchange

Warum Urban Diplomacy - Städtediplomatie?

Urban Diplomacy, city diplomacy bzw. Städtediplomatie ergänzt die Beziehungen der nationalen Regierungen und bietet die Möglichkeit zu Dialog und Austausch, besonders dann wenn bilaterale, diplomatische Beziehungen auf nationaler Ebene belastet sind oder zukünftig von Spannungen belastet werden könnten. 

Städte haben sich – nicht zuletzt aufgrund ihrer direkten Betroffenheit bei Ereignissen wie Klimawandel, Umweltkatastrophen, sozialen Spannungen – zu gestaltenden Akteuren der internationalen Zusammenarbeit entwickelt. Häufig sind sie mit komplexen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Sie sind aber auch diejenigen, die die besten Lösungen dafür finden. 

Die “Diplomatie der Städte” erkennt das Potential von Städten, kommunale Außenpolitik zu betreiben und in internationalen Netzwerken zu kooperieren. Somit können Städte einen großen Beitrag zur Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft leisten. 

Städtediplomatie ermöglicht:

  • Kommunikation und Dialog
  • Wissens- und Informationsaustausch
  • Zusammenarbeit zu nachhaltiger Entwicklung und Sicherheit
  • Stabilisierung wirtschaftlicher Beziehungen
  • Aufrechterhaltung kultureller Beziehungen
  • Völkerverständigung und Friedenserhaltung

Dies geschieht z.B. durch die Aushandlung und Unterzeichnung von Vereinbarungen und Erklärungen, Austausch zu Technologien und Kompetenzen und Zusammenschlüssen für Projekte.

Wieso Städte?

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Es wird prognostiziert, dass dieser Anteil bis 2050 auf 70 Prozent ansteigen wird.

Mit der zunehmenden Urbanisierung und der Verabschiedung der Neuen Städteagenda 2016 (UN New Urban Agenda) gewinnen Städte auf der internationalen Bühne immer mehr an Bedeutung. Städte sind diejenigen, die von den globalen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen wie Klimawandel, globale Gesundheitskrise, Migration und Integration unmittelbar betroffen sind. Daher kommt Städten bei der Bewältigung dieser Herausforderungen große Verantwortung zu.

Gerade bei Themen, in denen sich internationale Beziehungen komplex gestalten und Verständigung problematisch ist, können Kommunen auf Basis ähnlicher Perspektiven und Aufgaben wegen ihrer Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern konstruktive und pragmatische Lösungen finden.

Urban Diplomacy Exchange auf einen Blick

Das Projekt Urban Diplomacy Exchange (UDE) trägt dazu bei das kommunale Potenzial zur Völkerverständigung, Friedenssicherung und der gemeinsamen Arbeit an globalen Zielsetzungen zu heben.

Der Fokus des Projektes liegt in der derzeitigen Pilotphase auf Verbindungen mit Städten in den USA und dem Vereinigten Königreich. Das Projekt unterstützt die kommunale Ebene darin, ihre städtepartnerschaftlichen Beziehungen zusätzlich zu bestehenden repräsentativen und kulturellen Verbindungen fachlich, insbesondere im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, auszurichten. Die Zusammenarbeit zwischen den Städten orientiert sich an internationalen Vereinbarungen wie der Agenda 2030 und dem Pariser Klimaabkommen. Innerhalb dieses Rahmens erfolgt die Schwerpunktsetzung für den Fachaustausch und den politischen Dialog bedarfsabhängig und wird von den kommunalen Fachleuten mitbestimmt

Democracy doesn’t happen by accident.
We have to defend it. Strengthen it. Renew it.
President Joe Biden